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Dr. Maria Remenyi verstorben

21.03.2026|11:28 Uhr

Am 12. März ist Dr. Maria Remenyi verstorben (geb. 1960). Sie war seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Wissenschafts- und Technikgeschichte. Nach der Promotion in Mathematik (1986) war sie zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 123, Quantenstochastik, an der Universität Heidelberg (1986-1989), bevor sie eine Tätigkeit als Lektorin und Programmplanerin für Mathematik im Vieweg-Verlag aufnahm (1989-1992). Es folgten ein Aufbaustudium der Geschichte, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte in Regensburg (1992-1995), dann freiberufliche Tätigkeit von 1996 bis 2006 und Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mathematischen Institut in Mainz von 2006 bis 2011. Von dort aus wechselte sie 2011 nach Wuppertal, wo sie ebenfalls als wissenschaftliche Mitarbeiterin (mit reduzierter Arbeitszeit) tätig war. Obwohl sie aufgrund einer chronischen Erkrankung bereits seit 1992 nur eingeschränkt arbeitsfähig war, war ihre Forschung in der Wissenschaftsgeschichte gut sichtbar, u.a. in der engen Zusammenarbeit mit Volker Remmert seit 2006. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame DFG-Projekt Mathematik und ihre Öffentlichkeiten: Vermittlung, Transformation und Rezeption mathematischen Wissens jenseits des fachwissenschaftlichen Diskurses in Deutschland, 1871-1960. Ihre letzte Veröffentlichung war der zusammen mit Volker Remmert herausgegebene Band „... eine innige Verwebung sowohl sachlicher wie auch persönlicher Art“. Zu den Tagungen am Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach, 1945-1960, Oberwolfach 2025 (DOI 10.14760/978-3-00-082798-3).

Mit Maria Remenyi verliert die Wissenschaftsgeschichte eine außergewöhnlich kluge, stets hilfsbereite Kollegin, deren Klarheit, Herzlichkeit und Mut in der Community geschätzt und bewundert wurden.

Wir werden sie sehr vermissen.