Zusätzliche Lehrveranstaltungen im SoSe 26 | Stand: 25.02.2026
Zusätzliche Lehrveranstaltungen im SoSe 26 | Stand: 25.02.2026
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die mathematische Forschung in Deutschland durch die Hochschulen der Standorte Berlin, Göttingen, Leipzig und München dominiert. Auf Grund der im Rahmen des ProMath-Projektes zusammengetragenen Datengrundlage soll die Veränderung in den Forschungsprofilen dieser Standorte nach dem zweiten Weltkrieg betrachtet werden. Da diese Standorte auch einen großen Teil des wissenschaftlichen Nachwuchses ausbildeten, soll dabei auch untersucht werden, in welchem Maß die mathematischen Dissertationen thematisch der aktuellen Forschung folgten.
Zusätzlich dient das Projekt einem Vergleich zwischen Gesamtfeld und Stichprobe: Über die ProMath-Erhebung kann das gesamte mathematische Forschungsfeld Deutschlands zwischen 1920 und 1960 untersucht werden. Klassische Forschung dagegen untersuchten oft die bedeutendsten Orte und nutzte sie als exemplarische oder typische Aussage über ein weiteres Feld. Im Vergleich der vier großen Standorte mit den gesamten ProMath-Daten kann untersucht werden, welche Aussagen, die sich bei alleiniger Betrachtung der vier Standorte ergeben, auch im Blick auf das Gesamtfeld erhalten bleiben und welche relativiert werden müssen. Möglicherweise kann auch eine Überlegung, warum die Stichprobe andere Ergebnisse als das Gesamtfeld nahelegt, angeschlossen werden.