Sahle, Patrick
Universitätsprofessor für Digital Humanities
Die Digital Humanities (DH) sind eine Brücken-, Schnittmengen- und Metadisziplin in Bezug auf die Geisteswissenschaften, die Informationswissenschaft und die angewandte Informatik.
DH schlägt die Brücke von Forschungsgegenständen, Fragestellungen und Methoden der geisteswissenschaftlichen Disziplinen zu ihrer formalen Bearbeitbarkeit mit digitalen (computergestützten, algorithmischen) Verfahren. Als praxisorientierte angewandte Wissenschaft bilden Modellierung und Formalisierung ihre wichtigsten Verfahren. Auf theoretischer Ebene werden u.a. Erkenntnisbedingungen, aber auch -möglichkeiten unter den Voraussetzungen des digitalen Wandels fortwährend reflektiert.
Die Digital Humanities haben einen mehrfachen Charakter als Anwendungs- oder Forschungsgebiet über die Breite der Geisteswissenschaften hinweg und als eigenständige Disziplin, die eigene Forschungsfragen verfolgt. Wo DH stattfindet, verdeutlicht das sogenannte 3-Sphären-Modell (siehe oben).
Ausrichtung und Abdeckung der DH an der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln sich im Laufe der Zeit entsprechend der Zusammensetzung des Lehrstuhlteams, den Lehranforderungen und den verschiedenen Forschungskooperationen weiter. Die Professur ist seit dem 1. Mai 2019 besetzt, Fachbereich Geschichte angesiedelt und steht in engem Austausch mit allen Fächern der Fakultät der Geistes- und Kulturwissenschaften. Arbeitsschwerpunkte sind u.a.:
zu den abgeschlossenen Projekten gehören Harold Garfinkel: Wayfinding Journeys (SFB 1187, P03, 2021-2024) und "Das rote Buch der Stadt Görlitz 1305-1416".
Die Digital Humanities leben von kollaborativer Arbeit. Deshalb verstehen wir uns als Ansprechpartner:innen für alle geisteswissenschaftlichen Fächer. Besondere Expertise besitzen wir in der Geschichtswissenschaft sowie in ihren Bezugs- und Nachbardisziplinen.
Wir beraten bei der Entwicklung, Planung und Umsetzung digitaler Projekte in allen Projektphasen: von der ersten Idee über Datenmodellierung, digitale Editionen, Visualisierung, KI-gestützte Verfahren und Forschungsdatenmanagement bis hin zu Fragen der technischen Infrastruktur.
Sprechen Sie uns gerne frühzeitig an, auch wenn ein Vorhaben noch unscharf ist. Eine kurze E-Mail genügt. Wir prüfen gemeinsam, ob und wie wir unterstützen, beraten, passende Kontakte vermitteln oder aus ersten Ideen gemeinsame Projekte entwickeln können.
Die Digital Humanities bringen sich vor allem in den BA/MA "Geschichte" (bzw. "Methoden der Geschichtswissenschaft") ein und haben hier z.B. die Verantwortung für das Modul "Digital Humanities".
Im Masterstudiengang "Editions- und Dokumentwissenschaft" stehen wir für das Profil "Digitales Kulturerbe" und bieten dort zwei Module an ("Konzepte und Praktiken" bzw. "Technologien des Digitalen Kulturerbes").
Im Optionalbereich gestalten wir die Module "Digitale Kultur und Wissenschaft" (Profilbereich Fachwissenschaften) bzw. "Medien- und IT-Kompetenz" (Profilbereich "Berufliche Orientierung"). Außerdem entwickeln wir Lernbausteine für den Programmbereich "Digitale Kompetenz".
In den Masterstudiengängen "Anglistik" bzw. "Frankoromanistik" sind wir an Modulen mit Digital Humanities-Lehrveranstaltungen beteiligt.
Darüber hinaus öffnen wir unsere Lehrveranstaltungen gerne fallweise für andere Studiengänge (z.B. MA "Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft", BA "Französisch" oder BA "Politikwissenschaft").
Neben der "normalen" Lehre veranstalten wir regelmäßig Winter- oder Summer Schools (s.u.), die wir nach Möglichkeit auch in den verschiedenen Studiengängen kreditierbar machen.
Neben der "normalen" Lehre veranstalten wir regelmäßig Winter- oder Summer Schools (s.u.), die wir nach Möglichkeit auch in den verschiedenen Studiengängen kreditierbar machen.